Oberflächentechnik

Verschleiß- und Korrosionsschutz

Ob chemisch gereinigte oder sandgestrahlte Oberflächen oder die Regeneration von Komponenten mittels Metallbeschichtung: Unsere Möglichkeiten der Oberflächenbearbeitung sind nahezu grenzenlos.

Technische Oberflächen wirksam gegen Verschleiß zu schützen, ist eine Aufgabe, die neben jahrzehntelanger Erfahrung vor allem den Einsatz einer leistungsfähigen, auf die jeweilige Problemstellung abgestimmte Oberflächentechnik erfordert. Dabei setzen wir nicht nur modernste hochenergetische Verfahren ein, sondern auch konventionelle – ganz wie es die Problemlösung verlangt. Mit der richtigen Technik bringen wir selbst stark korrodierte Oberflächen zum neuen Glanz.

Ihr Kontakt für mechanische Fertigung:

Guido Gravemann
+49 591 7105-240
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Sandstrahlen und Reinigen

Raue Betriebsbedingungen hinterlassen auch an massivem Material Spuren bis hin zum messbaren Performanceverlust und der Beeinträchtigung des Regelbetriebs. Rost, eingebranntes Öl oder Spuren von Zunderspänen an Motorgehäusen, Zylinderköpfen und sonstigen Oberflächen beseitigen wir fachkundig und sorgfältig mit der geeigneten Methode – vom rigorosen Standstrahl bis hin zur punktuellen chemischen Behandlung. 

Metallbeschichten

Selbst heftige Schäden an der Substanz, etwa im Fall festsitzender Kurbelwellen, korrodierter Dichtungssitze oder durch Krafteinwirkung zerborstener Wellen, können wir bei Bücker + Essing reparieren, indem wir verlorene Metallsubstanz wiederaufbauen. Technisch regenerieren wir Werkstücke über Laserschweißen und verschiedene Metallspritzverfahren und bringen in einem abschließenden Feinschliff die wiederaufgebaute Komponente auf das erforderliche Maß.

Metallspritzen

Unsere Metallspritzanlage regeneriert Komponenten wie Kurbelwellen automatisch auf bis zu 8 Metern Länge und einem komfortablen Hub von bis zu 600 mm. Nachdem die Ausgangslegierung in Form von Draht oder Pulver über das Flammspritzverfahren aufgebracht wurde, erhält das Werkstück mit einem Ultrapräzisionsschliff die perfekte Form.

Unterpulverschweißverfahren

Das Unterpulverschweißen, kurz UP-Schweißen genannt, setzen wir sowohl zum Verbindungsschweißen als auch zum Auftragen von Verschleiß- und Korrosionsschutzschichten ein. Mit dem Verfahren können wir unlegierte und legierte Stähle sowie Chrom-Nickel-Stähle verschweißen. Es handelt sich um ein Lichtbogenschweißverfahren, bei dem der Schweißlichtbogen unsichtbar zwischen einer endlosen Elektrode und dem Werkstück brennt. Der Lichtbogen und das Schmelzbad sind durch ein körniges Pulver abgedeckt. Ein Schutz der Schweißzone vor dem Einfluss der Atmosphäre besteht durch die aus dem Pulver gebildete Schlacke. Ein hoher thermischer Wirkungsgrad durch die Pulverabdeckung führt zu einer hohen Abschmelzleistung im Vergleich zu anderen Schweißverfahren.

Laserauftragsschweißen

Beim Laserauftragschweißen schützen wir Werkstücke vor Verschleiß und Korrosion, indem wir das Grundmaterial mit einem metallischen Pulver verbinden und so die Oberflächenstruktur verbessern. Ein mit Laseroptik ausgestatteter 6-Achs-Schweißrobotor erzeugt Beschichtungsspuren von 2 bis 3 mm Breite und 0,4 bis 2,0 mm Auftragshöhe. Die Beschichtungsspur wird mit einem Überlappungsgrad von 40 bis 60 Prozent spiralförmig aufgebracht.

Kaltgasbeschichten: Bauteilrettung in Überschallgeschwindikgeit

Ihr Motor weist Kavitationsschäden, Rost oder Riefen auf? Die beschädigten Bauteile sind nicht mehr am Markt verfügbar oder der Austausch wäre zu aufwändig? Bücker + Essing bietet mit der Technologie des Kaltgasbeschichtens eine schnelle, effektive und kostengünstige Reparaturmöglichkeit, um altgediente Bauteile wie Motorblöcke, Zylinderköpfe, Buchsensitze, Saugrohre, Ladeluftrohre und vieles mehr zu retten. 

Das Besondere an diesem Verfahren: Millimetergenau und in Überschallgeschwindigkeit wird ein pulverförmiger Beschichtungswerkstoff über eine Lavaldüse auf die beschädigte Stelle aufgetragen. Allein durch die kinetische Energie der hohen Geschwindigkeit verbindet sich das Pulver mit der Trägeroberfläche und bildet eine neue, ultrafeste metallische Schicht. In einem zweiten Schritt wird das überschüssige Material abgetragen und die Oberfläche exakt auf Herstellervorgabe geplant. Das Ergebnis: ein Bauteil, das in Form und Beschaffenheit wieder seiner Neuqualität entspricht. Gleich ob Busmotoren, Oldtimer, Marine oder BHKW: die Einsatzgebiete für diese Technologie sind vielfältig und prinzipiell lassen sich alle Bauteile aus Stahl, Aluminium und Gusseisen damit behandeln. Auch zur Veredelung von Oberflächen lässt sich das Verfahren einsetzen, denn die erzeugte Neuschicht ist höchst korrosionsbeständig.

Die Vorteile der Kaltgastechnologie auf einen Blick:
  • Das Kaltgasspritzen eignet sich für alle gängigen Metalle wie Stahl, Aluminium und Gusseisen.
  • Es ist einsetzbar für Bauteile wie Motorblöcke, Zylinderköpfe, Saugrohre, Austauschkrümmer, Ladeluftrohre, Büchsensitze, Büchsenauflageflächen.
  • Da das Beschichtungsmaterial ohne Schmelzen auf dem Werkstück haften bleibt, eliminiert die Technologie alle nachteiligen Effekte von Hitzeeinwirkung, wie Belastungen, Spannungen oder Bauteilverzug, die bei thermalen Prozessen anfallen.
  • Das Werkstück kann aufgrund der niedrigen Temperaturen sofort weiterverarbeitet werden.
  • Das Verfahren eignet sich auch zur Veredelung von Oberflächen, da die Beschichtungen höchst korrosionsbeständig sind.
Voraussetzungen:
  • Die beschädigten Stellen müssen mit der Aufspritzdüse erreichbar sein.  
  • Das Reparaturverfahren eignet sich eher für Bauteile in wassergeführten Kreisläufen als in Ölkreisläufen.

Sie möchten prüfen, ob sich Ihr Motorschaden auch durch das Kaltbeschichten retten lässt? Anhand von Fotos können unsere Techniker in der Regel bereits die Einsatzmöglichkeiten prüfen. Schicken Sie uns gerne eine Mail! 

Mit welcher Oberflächentechnik können wir Ihre Werkstücke optimieren?

Unsere Fachleute für Oberflächentechnik beraten Sie – individuell abgestimmt auf Ihre Materialien und Werkstücke.

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